Februar 2026: Das Lightning Network überschreitet erstmals eine Milliarde Dollar monatliches Transaktionsvolumen. Eine Zahl, die beeindruckt – aber gleichzeitig eine überraschende Wendung offenbart.
Der aktuelle Stand: Größere Zahlen, weniger Kleingeld
Der durchschnittliche Lightning-Payment lag im November 2025 bei 223 Dollar – doppelt so viel wie im Vorjahr. Lightning wird heute primär von Exchanges genutzt, um Bitcoin schnell und günstig zwischen Plattformen zu bewegen.
River Financial erklärt das mit “mentalen Transaktionskosten”: Menschen zögern bei vielen kleinen Zahlungen, auch wenn die technischen Kosten fast null sind.
KI-Agenten als Game Changer
KI-Agenten haben keine mentalen Transaktionskosten. Ein Agent, der im Auftrag eines Nutzers Informationen abruft, APIs aufruft, Dienste nutzt und dafür automatisch in Sats bezahlt – der zahlt einfach. River selbst sieht darin den wahrscheinlichsten Katalysator für echtes Micropayment-Wachstum.
Taproot Assets: Beyond Bitcoin
Lightning Labs hat Anfang 2025 angekündigt, Tether (USDT) über das Taproot Assets Protokoll auf Bitcoin zu bringen – mit Lightning als Settlement-Layer. Das öffnet Lightning für Nutzer, die zwar dezentrale Infrastruktur wollen, aber noch nicht bereit sind, ihre Ausgaben in Sats zu denominieren.
Mash, Alby, Fountain: Die Pioniere
Fountain.fm ermöglicht Podcast-Streaming mit gleichzeitigem Wert-Streaming in Sats. Mash und Alby bringen Lightning direkt in den Browser – ein Klick, ein Sat, kein Account, keine Kreditkarte. Das ist das Web, das Tim Berners-Lee ursprünglich im Sinn hatte.
