2022 war das Jahr, in dem viele Menschen das erste Mal ernsthaft über Alternativen zu Twitter nachgedacht haben. 2026 ist das Jahr, in dem sich entscheidet, welche Architektur gewinnt.
Das Problem mit BlueSky
BlueSky ist dezentral im Sinne von Mastodon: föderiert, mit austauschbaren Servern. Aber die technische Kontrolle liegt bei einer Firma. Jack Dorsey hat die Plattform 2024 verlassen – und erklärt, warum er heute Nostr bevorzugt: kein Owner, kein Control Point, kein Unternehmen das die Regeln ändert.
Mastodon: Das richtige Prinzip, das falsche Erlebnis
Mastodon ist dezentral, offen, bewährt. Aber Instanz-Wahl, Instanz-Migration, föderierte Timeline-Logik – das überfordert Normalnutzer. Die Technik ist solide. Das Onboarding ist ein Albtraum.
Nostr: Andere Architektur, andere Probleme
Nostr löst das Moderation-Problem ökonomisch: Spam kostet Sats. Relay-Betreiber setzen ihre eigenen Regeln. Nutzer wählen, welchen Relays sie vertrauen. Das ist radikaler als alles, was föderierte Plattformen machen.
Die Zaps-Revolution
Zaps – Lightning-Payments direkt in Nostr-Posts – sind der erste viral gegangene Use Case für Lightning-Micropayments. Content-Creator auf Nostr erhalten heute tatsächlich Sats von Lesern. Shopstr experimentiert mit “Zapsnags” – Flash-Sales die über Zaps ausgelöst werden.
Warum jetzt?
Weil Clients wie Damus, Amethyst und Primal heute eine Nutzererfahrung bieten, die sich nicht mehr nach Experiment anfühlt. Und weil Nostr das einzige Protokoll ist, das gleichzeitig dezentrale Identität, zensurresistente Posts und natives Lightning-Payment kombiniert.
